Lubiąż – Klosterkirche Mariä Himmelfahrt ((Kościół klasztorny pw. Wniebowzięcia NMP), Klostergebäude, St. Jakobskirche (kościół pw. św. Jakuba) in der ehemaligen Klosteranlage
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Lubiąż – Klosterkirche Mariä Himmelfahrt ((Kościół klasztorny pw. Wniebowzięcia NMP), Klostergebäude, St. Jakobskirche (kościół pw. św. Jakuba) in der ehemaligen Klosteranlage

Die Zisterzienserabtei in Leubus wurde 1175 durch Herzog Boleslaw I. gestiftet, indem er Zisterziensermönche anstelle des früher herbeigerufen Benediktinerordens ansiedelte. Es war das erste Zisterzienserkloster in Schlesien.

Die Wende zum 17./18.Jahrhunderts gilt als Blütezeit in der Geschichte von Leubus. Auf Anordnung des Abtes Johann Reich wurde an der Stelle des mittelalterlichen Klosters der Bau einer barocken Klosteranlage begonnen. Heute zählt diese zu den größten in Mitteleuropa. Als ein bedeutender Teil Schlesiens unter die Herrschaft Preußens fiel, verschlechterte sich die Situation des Klosters Leubus stark. Auch hier kam es zur Auflösung der Klostergüter (1810). Der Orden verlor ein bedeutendes Vermögen, welches sich aus 59 Dörfern und 32 Vorwerken, Manufakturen und Ziegeleien zusammensetzte. Im Laufe der Jahre wurden im Kloster ein Gestüt und eine Schule eingerichtet, später diente es als Krankenhaus für psychisch Kranke. Im Zweiten Weltkrieg gab es hier eine Waffenfabrik und danach ein Krankenhaus für Sowjetische Soldaten. In den ehemaligen Klosterräumlichkeiten wurden Museumsexponate aus dem Nationalmuseum in Breslau gelagert.

Die ehemalige Klosteranlage bildet ein Gebäudekomplex auf einem fast L-förmigen Grundriss und mit einer über 12 m hohen Außenfassade. Zum Komplex gehören die Kirche Mariä Himmelfahrt sowie die Klostergebäude bestehend aus dem sog. Abtpalast und der Klausur (der den Mönchen vorbehaltene Bereich). Außerdem gehören zu der ehemaligen Klosteranlage die St. Jakobskirche und zahlreiche Wirtschaftsgebäude. Die heutige Klosterkirche Mariä Himmelfahrt wurde im 14. Jahrhundert im Stil der Gotik errichtet und im 17. Jahrhundert im Barockstil umgebaut. Es ist eine dreischiffige Kirche, mit einem Querschiff und Kreuzgang mit Kapellen auf der Ostseite. Neben dieser befinden sich die Fürstenkapelle aus dem 14. Jahrhundert sowie die Loretokapelle aus dem 18. Jahrhundert. Im Inneren kann man Fragmente des alten Altars, Malereien an den Gewölben sowie die Überreste der herzoglichen Grabmäler, die sich im Boden des Chors befinden, bewundern.

Auf dem Klostergelände befindet sich der restaurierte Fürstensaal, der den Raum von zwei Stockwerken einnimmt. Die Innenmalereien und bildhauerischen Werke entstanden in den Jahren 1734-1738 durch den Maler Philip Christian Bentum sowie den Bildhauer Franz Joseph Mangoldt. Im Kloster sind auch die alten Zellen der Mönche erhalten geblieben sowie die Klosterbibliothek (zurzeit wird diese renoviert), die mit illusionistischer Malerei von Philip Christian Bentum verziert ist. Autoren der Fresken, die sich im Sommerrefektorium befinden, sind Karl Dankwart und Michael Willmann. Im Kloster befindet sich eine Ausstellung, die den Städten an der Oder gewidmet ist.

Auf dem Gelände der Abtei befinden sich außerdem Objekte die zurzeit auf Grund von Renovierungsarbeiten nicht zugänglich sind, u. a. die St. Jakobskirche. Die restlichen Gebäude, wie Brauerei, Bäckerei, Klosterspital, Klosterkanzlei, Haus der Klosteroffizialen, Handwerkerhaus, Wagenhaus und das Torhaus sind zurzeit bewohnt. Seit 1989 kümmert sich die Stiftung Leubus (Fundacja Lubiąż) um die Abtei.

Kontakt:

Fundacja Lubiąż

pl. Maxa Borna 9, 50-204 Wrocław

Tel./fax 71 322-21-29

www.fundacjalubiaz.org.pl

Email: biuro@fundacjalubiaz.org.pl

Verwalter des Objekts in Lubiąż: pl. Klasztorny 3, Tel. 71 389-71-66.

Anfahrt:

Lubiąż liegt in der Gemeinde Wołów, 55 km von Breslau entfernt und ca. 30 km von Legnica. Anfahrt über die 94 Richtung Lubina, Abfahrt auf die 338 Richtung Lubiąż. Die Klosteranlage befindet sich direkt an der Straße, am Eingang zur Ortschaft.

Besichtigungsmöglichkeiten:

Führungen stündlich, bis auf Jakobskirche (wird renoviert).

1 IV – 31 X: 9.00-18.00 Uhr; 1 XI – 30 III: 10.00-15.00 Uhr. Letzter Einlass eine Stunde vor Schließung. Eintrittspreise: normal 12 zł., ermäßigt 8 zł.

Ständige und zyklische Veranstaltungen:

  • Zisterziensermarkt – Mai;

  • SLOT ART Kunstfest, Konzerte, Workshops – Juli;

  • Electrocity, elektornische Musik – August;

  • Internationales Festival Wratislavia Cantans – September.

Parkmöglichkeiten:

vorhanden

Gastronomie:

Karczma Cysterska

pl. Klasztorny 1, 56-110 Lubiąż

Tel. 71 389-78-71, 609-878-868

www.karczmacysterska.pl

Email: mk@karczmacysterska.pl

Übernachtungsmöglichkeiten:

Dom Rekolekcyjny Misjonarzy Klaretynów

Krzydlina Mała 69, 56-100 Wołów

Tel. 71 389-01-32, 71 389-01-91

www.krzydlina.pl

Email: DomReko@wr.onet.pl

Touristeninformation:

Zurzeit im Aufbau, mehr Informationen unter wolow.pl.

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