Chełmsko Śląskie – Holzhäuserkomplex „Zwölf Apostel” und „Sieben Brüder”
Wybierz obiekt:

Chełmsko Śląskie – Holzhäuserkomplex „Zwölf Apostel” und „Sieben Brüder”

Die erste Erwähnung von Schömberg (Chełmsko Śląskie) stammt aus dem Jahre 1289. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt an den Abt der Zisterzienser – Nikolaus II., aus dem nahen Grüssau – verkauft. Seit dieser Zeit wurde die Stadt zusammen mit den umliegenden Dörfern von den Mönchen verwaltet und ihr Schicksal war untrennbar mit dem Kloster verbunden. Unter der Verwaltung der Zisterzienser entwickelte sich Schömberg dynamisch bis zur Auflösung des Ordens 1810.

1707 wurde als eine Stiftung der Zisterzienser vom Kloster Grüssau der Bau eines Komplexes von Holzlaubenhäusern für die aus Böhmen angeworbenen Weber begonnen. Diese Häuser werden heute als „Zwölf Apostel” bezeichnet. Über ein halbes Jahrhundert später wurden 1763 die nächsten sieben Häuser für Damastweber aus Bayern errichtet, später „Sieben Brüder“ genannt. Die eingeschossigen Laubenhäuser, mit Fachwerk- und Blockhauskonstruktion sind in einer Reihe erbaut und von mit Schindeln bedeckten Satteldächern bekrönt. Sie umfassten sowohl den Wohnbereich als auch die Räumlichkeiten, die für die Arbeit vorgesehen waren. Der Flachs, der von den Webern zu Leinen weiterverarbeitet wurde, stammte aus lokalem Anbau.

Dank der Zisterzienser erlangte Schömberg Bekanntheit als Zentrum der Tuch- und Leinenmacherei sowie für den Handel mit Tucherzeugnissen, hier versorgten sich u. a. auch englische Kaufleute. Aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges verlieh Kaiser Rudolph II. der Stadt zahlreiche Privilegien, hierunter das Abhalten von zwei Jahrmärkten sowie Wochenmärkten.

Von der interessanten und einzigartigen Häusergruppe „Zwölf Apostel” der Leinenmacher sind heute noch 11 Gebäude erhalten. Sie sind eine beliebte Touristenattraktion, die einzige dieser Art in Polen. Von den Häusern „Sieben Brüder“ der Damastweber ist dagegen nur eines erhalten geblieben, die restlichen fielen einem Brand in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts zum Opfer.

Die Häuserreihe der „Zwölf Apostel” beherbergt heute die Handwerkskammer der Tuchmacher. Hier kann man die Funktion eines Webstuhls oder Spinnrads kennen lernen, ausgestellt sind hier auch andere Handwerksgeräte.

Die Kammer ist täglich geöffnet, in der Zeit vom 1. IV. bis 31. X. 9.00-18.00 Uhr, dagegen vom 1. XI. bis 31. III. 10.00-16.00 Uhr. Eintrittspreis 1 zł. Angeboten werden hier auch Weber-Workshops, um an diesen teilzunehmen wird um telefonische Voranmeldung gebeten: Tel. 609 169 191.

Die Weberkammer wird vom Verein für die Entwicklung von Chełmsko Śląskie „Schlesische Weber“ (Stowarzyszenie na Rzecz Rozwoju Chełmska Śląskiego „Tkacze Śląscy”) betreut, chelmsko.republika.pl/index.html.

Touristeninformation in Lubawka: 75 741-19-29.

Galerie