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Touristenweg „Tal der Schlösser und Gärten – das Hirschberger Tal“ – Geschichtlicher Hintergrund

Das Tal der Schlösser und Gärten, das heißt Herrensitze mit Parkanlagen gelegen im Hirschberger Tal, liefert die Szenerie dieses niederschlesischen Touristenweges. Die am Fuße des Riesengebirges liegende Region, durch welche der Touristenweg verläuft, zeichnet sich durch eine gut entwickelte touristische Infrastruktur und zahlreiche Touristenattraktionen aus. Der Touristenweg beinhaltet 22 Schlösser, von denen ein Teil erstklassig restauriert wurde. Die Einzigartigkeit der Region macht nicht allein die Zahl (obwohl wir es mit einer der größten Ansammlung dieser Art von Objekten in Europa zu tun haben), sondern vor allem die künstlerische Qualität der Denkmäler aus. Das Schloss Paulinum, das sich mitten in Hirschberg befindet, erhielt 2007 einen der wichtigsten Preise des Amtes für Denkmalschutz (Zabytek Zadbany 2007). Das Schloss Wojanów wurde mit dem Grand Prix im Wettbewerb „Dolnośląska Budowa 2007-2008“ ausgezeichnet. Andere wie das Schloss Łomnica bemühen sich darum, in die Liste des Weltkulturerbes eingetragen zu werden. Janowice Wielkie (Jannowitz), Bukowiec (Buchwald), Wojanów (Schildau), Karpniki (Fischbach), Mysłakowice (Zillertal-Erdmanndorf), Miłków (Arnsdorf), Staniszów (Stonsdorf), Cieplice (Warmbrunn), Sobieszów (Hermsdorf), Siedlęcin (Boberröhrdorf), Rybnica (Reibnitz) – in jeder dieser Ortschaften finden wir zumindest ein architektonisches Kleinod in Form eines mittelalterliches Turmes oder Burg, eines Renaissance-Gutshauses, eines Schlosses oder einer im 19. Jahrhundert angelegten Parkanlage. Im Gebiet des Talkessels hatten die bekanntesten europäischen Dynastien ihre Residenzen: die Hohenzoller, Habsburger, wie auch die Adelsgeschlechter Schaffgotsch, Radziwiłłi, Czartoryski. Die Bauten wurden von den berühmtesten Bauherren und Gartenarchitekten ihrer Zeit errichtet: Karl Friedrich Schinkel, Friedrich August Stüller, Peter Joseph Lenné. Deren Werke – Villen, Residenzen und Kuranlagen kann man bis heute bewundern. Auf ungewöhnliche Weise scheint in dieser Gegend die romantische Vision von harmonischer Gestaltung, von zielgerichteter menschlicher Tätigkeit und dem unbeabsichtigtem Schaffen der Natur sich zu vereinigen. Parks die mit den Wäldern, Bergen und dem Tal verschmelzen, Denkmäler und Skulpturen, die  sich außerhalb der Schlossgärten befinden, künstliche Ruinen – die den Eindruck erwecken sollen, als ob schon lange der Zahn der Zeit an ihnen nage – die beeindruckende und geheimnisvolle Verschmelzung von menschlichem Geiste und der Natur. So ist es nicht ungewöhnlich, dass zahlreiche Künstler aus der ganzen Welt hier verweilten, u. a. Johann Wolfgang von Goethe oder Frédéric Chopin. Das Gebiet, das die Schlösser in Mysłakowice (Zillertal-Erdmanndorf), Łomnica (Lomnitz), Wojanów (Schildau), Boberstein (Wojanów-Bobrów) und Bukowiec (Buchwald) umfasst, hat den Beinamen Tal der Könige erhalten. Es sollte zu einem wahren Arkadien werden - einem Reich des Nachdenkens und der Kreativität im Schoße der Natur. Im Tal der Schlösser und Gärten befindet sich auch eine ungewöhnlich große Ansammlung von sakralen Bauten. Staniszów (Stonsdorf), Miłków (Arnsdorf), Wojanów (Schildau), Rybnica (Reibnitz), Czernica (Langenau), Karpniki (Fischbach) – hier kann man überall alte Kirchen finden. Die große Dichte an Baudenkmälern und gleichzeitig die Einzigartigkeit der Landschaft sorgen dafür, dass das Hirschberger Tal das ganze Jahr hindurch attraktiv für Touristen ist. Für Gäste, die gern körperlich aktiv sind, warten hier Radwanderwege, Trassen zum Nordic-Walking als auch die nahen Skipisten des Riesengebirges. Jene, die lieber die Ruhe genießen, können sich in Ortschaften zurückziehen, in denen die Zeit – wenn nicht stehen geblieben ist – so zumindest langsamer zu fließen scheint.