Wrocław – Sandbrücke
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Wrocław – Sandbrücke, ul. św. Jadwigi - ul. Piaskowa

Die einfach aussehende Most Piaskowy (früher Sandbrücke) ist auf zwei Arten in Breslau einzigartig – als ältester Übergang über die Oder hat sie eine lange Tradition und ist die älteste erhaltene Brücke in Breslau. Sie zeichnet sich auch durch ihre interessante und für die Epoche, in der sie entstand, beispielhafte Konstruktion aus.

Die älteste Breslauer Brücke verlief vom Süden – zuerst auf Bohlen – über die Sandinsel (Wyspa Piaskow), den westlichen Zipfel der Dominsel auf das rechte, nördliche Oderufer. Auf diese Weise wurde die Oder von Reisenden in jener Zeit überquert, als die erste Breslauer Burg entstand (10. Jahrhundert), aber wahrscheinlich auch schon sehr viel früher, als durch das Gebiet der heutigen Stadt eine Nebentrasse der Bernsteinstraße verlief. Die Brücken am Verlauf dieses Weges, die Sandbrücke und Mühlenbrücke, sind in Quellen aus den Jahren 1149 und 1150 dokumentiert (und existierten wahrscheinlich schon sehr viel früher). Auf der Sandinsel bestand seit dem 12. Jahrhundert ein Augustinerkloster, das die Brücke verwaltete und Brückenzoll erhob. Am linken Oderufer, in der Nähe der Brücke befand sich im 13. Jahrhundert ein Haus für ausländische Kaufleute und die Brücke selbst wurde in jener Zeit als Pons ad Virginem Maria in Arena (Brücke zur Maria auf dem Sande) bezeichnet. Eine außergewöhnliche Episode in der Brückengeschichte ist der Einsturz der Brücke 1423 unter der Last einer Prozession, die zum Dom führen sollte. Im 15. Jahrhundert wurde die Brücke mit Wehrbauten versehen – einem Torturm aus Holz und Lehm und einer Zugbrücke. Im 16. Jahrhundert, nachdem die Wehranlage modernisiert worden war, und im 19. Jahrhundert nach deren Abriss ermöglichten den Übergang weitere Holzbrücken in Dreieckkonstruktion und später Trapezbauweise.

Die Stahlbrücke in Gitterbauweise wurde hier 1861 nach Plänen von E. Uber errichtet. Die Bauarbeiten wurden vom Breslauer Maschinenwerk Gustav H. Ruffer durchgeführt. Die Form der genieteten Gitterkonstruktion ist sehr charakteristisch – es gibt zwei parallele Brückenbänder mit einer zweifachen, dichten Vergitterung. Die Form orientiert sich an der zu jener Zeit verwende Bauweise von Holzbrücken nach dem Architekten Ithiel Town. Es war eine typische und sich beim Brückenbau wiederholende Erscheinung, dass moderne Materialien bei Konstruktionen verwendet wurden, die ursprünglich für ältere Baumaterialien entwickelt worden waren. Außerdem ähnelt die Konstruktion vom Schema her der Bauweise von Eisenbahnbrücken in jener Zeit. Deswegen ist die Most Piaskowy ein wertvolles Denkmal vom Anfang der Epoche der Stahlbrückenkonstruktionen.

Die Most Piaskowy war bis vor kurzem noch stark von Autos und Straßenbahnen befahren. Heute wurde der Autoverkehr stark begrenzt (nur für Anlieger). Fußgänger haben weiterhin uneingeschränkten Zugang.

Kontakt:

Most Piaskowy (über den südlichen Seitenarm der Oder)

An der ul. Piaskowa und św. Jadwigi

Anfahrt:

Auf die Brücke gelangt man von Süden (von der ul. Piaskowej); für den Durchgangsverkehr ist die Brücke gesperrt (es muss gewendet werden).

Besichtigungsmöglichkeiten:

Brücke in Gebrauch, frei zugänglich.

Ständige und zyklische Veranstaltungen:

keine

Parkmöglichkeiten:

An der ul. Frycza Modrzewskiego oder am pl. Nowy Targ (kostenpflichtig).

Gastronomie:

Restaurant „Akropol”

pl. Solny 18/19, 50-063 Wrocław

Tel. 71 788-81-42, fax 71 788-81-41

www.akropolrestaurant.pl

e-mail: akropol@post.pl

Restaurant „Vincent”

ul. Ruska 39, 50-079 Wrocław

Tel. 71 341-05-20, fax 71 341-74-75

www.vincent.wroclaw.pl

e-mail: vincent@vincent.wroclaw.pl

Restaurant „Pod Złotym Psem”

Rynek 41, 50-116 Wrocław

Tel. 71 342-97-89, 71 372-37-60, 71 341-83-43

www.zloty-pies.pl

Restaurant „Casablanca“

ul. Włodkowica 8a, 50-072 Wrocław

Tel. 663-765-135

www.casablancawroclaw.com

e-mail: casablancawroclaw@gmail.com

Übernachtungsmöglichkeiten:

Hotel Tumski

ul. Wyspa Słodowa 10, 50-266 Wrocław

Tel. 71 322-60-88/99

www.hotel-tumski.com.pl

e-mail: hotel@hotel-tumski.com.pl

Qubus Hotel Wrocław

ul. św. Marii Magdaleny 2, 50-103 Wrocław

Tel. (rezerwacje) 71 782-87-65

www.qubushotel.com

e-mail: rezerwacja@qubushotel.com, wroclaw@qubushotel.com

Hostel „Cinema”

ul. Kazimierza Wielkiego 17, 50-077 Wrocław

Tel. 71 795-77-55, 603-257-632

hostelcinema.pl

e-mail: hostelcinema@o2.pl

Hotel Podróżnik

ul. Sucha 1 (Dworzec PKS), 50-086 Wrocław

Tel./fax 71 373-28-45

www.podroznik.emeteor.pl

e-mail: styrna.pilch@neostrada.pl

Międzynarodowe Schronisko Młodzieżowe PTSM „Na Wyspie”

ul. Wyspa Słodowa 10, 50-266 Wrocław

Tel. 71 322-11-50, fax 71 322-61-13

schronisko.hotel-tumski.com.pl

e-mail: schronisko@hotel-tumski.com.pl

Touristeninformation:

Centrum Informacji Turystycznej i Kulturalnej

Rynek 14, Wrocław

Tel. 71 344-31-11, 663-888-725, fax 71 344-29-62

www.wroclaw-info.pl

e-mail:info@itwroclaw.pl

Literatur:

  • Januszewski Stanisław, Most Piaskowy, [w:] Encyklopedia Wrocławia, Wrocław 2006.

  • Januszewski Stanisław (red.), Wrocławski węzeł wodny. Przewodnik turystyczny, Wrocław 2008, s. 53-55.

  • Łagiewski Maciej, Mosty Wrocławia, Wrocław 1989.

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