Altes Stadtgefängnis
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Altes Stadtgefängnis

Das ehemalige Stadtgefängnis befindet sich in der in der ulica Więzienna und wurde wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut. Bis dahin erfüllten die Kerker im Rathaus die Rolle des Gefängnisses und in diesen wurden sämtliche Straftäter gefangen gehalten, ungeachtet ihrer Herkunft. Nach dem Bau des Stadtgefängnisses wurden im Rathaus nur noch Personen von höherer Geburt eingekerkert.

Das Staatsgefängnis war ursprünglich als zweistöckiger Turm auf einem quadratischen Grundriss angelegt, was an die Tradition von Burgverließen anknüpfte. Seit dem Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Anlage etappenweise ausgebaut, indem diese von vier Seiten geschlossen wurde, mit einem Innenhof. Seine heutige Gestalt erhielt das Gefängnis in den 80er Jahren des 17. Jahrhunderts.

Die Hauptzellen befanden sich in den Kellern des Nordflügels. Hier wurden Personen niederen Standes sowie besonders gefährliche Verbrecher gefangen gehalten. In den Kellern des Ostteils fanden die Verhöre und nicht selten Folterungen statt (heute befindet sich hier eine Kneipe).

1733 konnte das Gebäude ca. 100 Straftäter aufnehmen. Laut Überlieferung war unter den berühmten Persönlichkeiten in den Verließen auch Vit Stoß. Der Bildhauer war angeklagt einen Wechsel gefälscht zu haben und sollte hier ein Jahr eingekerkert werden, nachdem ihm ein Brandmal auf die Wange gebrannt wurde. Andere Quellen behaupten, dass der berühmte Bildhauer tatsächlich mehrmals in Breslau war, ebenfalls aufgrund einer Angelegenheit, die ihn mit dem Gesetz in Konflikt brachte. Stoß suchte hier einen Schuldner, dem er eine Summe im Wert von zwei Häusern geliehen hatte, nach einigen Tagen kehrte er jedoch nach Nürnberg zurück. Eben dort und nicht in Breslau wurde er gebrandmarkt – allerdings nicht eingekerkert. Der Grund war das Fälschen eines Wechsels gegenüber seinem Schuldner, um das geliehene Geld zurückzuerlangen.

Das Gebäude wurde an der Wende des 18./19. Jahrhunderts als Gefängnis aufgegeben. Hier befanden sich später philanthropische Einrichtungen und ein Pfandverleih. Heute ist es Sitz des archäologischen und ethnologischen Instituts der polnischen Akademie der Wissenschaften sowie des angesagten Klubs Pracoffnia.  

Kontakt:

Oddział wrocławski Instytutu Archeologii i Etnologii PAN

ul. Więzienna 6, 50-118 Wrocław

Tel: 71 344-16-08, Fax: 71 344-33-52

www.arch.pan.wroc.pl

Kontaktformular auf der Website

Anfahrt:

Mit dem Auto, mit dem öffentlichen Nahverkehr bis zur Haltestelle Rynek, vom Markt Richtung Hauptgebäude der Universität.

Besichtigungsmöglichkeiten:

Da das Objekt ein Lehrgebäude ist, kann man nur den Flur und die Vorlesungssäle besuchen. Im unteren Teil befindet sich die Kneipe „Pracoffnia".

Ständige und zyklische Veranstaltungen:

keine

Parkmöglichkeiten:

Die nächste am pl. Uniwersyteckim. 

Galerie

Gastronomie:

Da sich das Objekt im Stadtzentrum befindet, gibt es zahlreiche Restaurants und Cafés. Es lohnt sich die Kneipe im Gebäude zu besuchen, um seinen Durst zu löschen und die alten Innenräume zu bewundern.

Übernachtungsmöglichkeiten:

Breslau bietet zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Die nächsten:

Zaułek Hotel

ul. Garbary 11, Wrocław

Tel. 71 341-00-46, Fax: 71 375-29-47

Email recepcja@hotelzaulek.pl

www.hotelzaulek.pl

Qubus Hotel Wrocław

Ul. Św. Marii Magdaleny 2, 55-103 Wrocław

Tel. 71 797-98-00

www.qubushotel.com

rezerwacja@qubushotel.com, wroclaw@qubushotel.com

The Granary La Suite Hotel Wrocław City Center

ul. Mennicza 24, 50-057 Wrocław

Tel. 71 395-26-00

www.thegranaryhotel.com

granary@granaryhotel.com

Touristeninformationen:

Centrum Informacji Turystycznej i Kulturalnej

Rynek 14, 50-107 Wrocław

geöffnet 9.00 - 19.00 Uhr

Tel. 71 344-31-11

Mobil 663-888-725

Email: info@itwroclaw.pl

www.wroclaw-info.pl­

Dolnośląska Informacja Turystyczna

Sukiennice 12, 50-107 Wrocław

Tel. 71 342-01-85

www.itwroclaw.pl

Email: wroclaw-info@itwroclaw.pl

Geöffnet 10.00 - 20.00 Uhr

Literatur:

  • Encyklopedia Wrocławia, pod red. J. Harasimowicza, Wrocław 2000.