Pranger und Fechterspringbrunnen
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Pranger und Fechterspringbrunnen

Der Pranger ist eines der bekanntesten Objekte in Breslau. Er ist der wichtigste Treffpunkt der Stadt. Er steht an der Ostseite des Rathauses. Im 8. Jahrhundert erstreckte sich hier der Platz, auf dem Gericht gehalten wurde. Zu Anfang des 14. Jahrhunderts wurde an dieser Stelle ein hölzerner Pranger aufgestellt. Als das Gericht in den Vogdingsaal verlegt wurde, wurde vor dessen Fenstern ein 10 Meter hoher Pranger aus Stein errichtet. Der Pranger erfüllte seine Funktion bis in die zweite Hafte des 18. Jahrhunderts sowie unter nationalsozialistischer Herrschaft. Im Zweiten Weltkrieg wurde er zerstört und seine Überreste befinden sich heute im Museum für Architektur. Die heutige Säule auf dem Ring ist eine weniger prächtige Kopie des Originals. Sie wurde 1985 aus Sandstein gefertigt, der meisterhaft von einer gemeißelten, durchbrochenen Laterne abgeschlossen wird. Auf dieser befindet sich die Figur des Scharfrichters mit einer Rute zum Auspeitschen der Verurteilten.

Der Fechterbrunnen steht seit 1904 vor der Breslauer Universität, vor dem Kaisertor. Projektiert wurde er von Hugo Lederer, Professor an der Akademie der Schönen Künste in Berlin, im Jugendstil. Im Zentrum des Springbrunnes befindet sich die Figur eines jungen, nackten Mannes im Kontrapost. Der Jüngling hält in der Hand ein gebogenes Florett. Die Figur steht auf einem Marmorsockel, der mit Skulpturen verziert ist, die zwei sitzende, ebenfalls nackte Frauen darstellen. Die Gesamtkomposition steht in einem runden, flachen Wasserbecken. Die Schale des Brunnens ist mit vier Masken geschmückt, aus deren Mündern Wasser fließt. Angeblich sollte das Denkmal eine Warnung sein vor dem Leichtsinn, der unter den Breslauer Studenten herrschte.

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