Nationalmuseum
Wybierz obiekt:

Nationalmuseum

Das Nationalmuseum in Breslau ist das Hauptmuseum der Stadt. Seine Sammlungen umfassen Malerei und Bildhauerei, aber auch Handwerkskunst, Grafiken und Fotografie, mit besonderem Schwerpunkt auf Kunst aus Schlesien. Vorgänger des Nationalmuseums in Breslau waren das 1815 gegründete Königliche Museum für Kunst und Altertümer, das zum größten Teil die Besitztümer der säkularisierten schlesischen Klöster übernahm, und das 1880 gegründete Schlesische Museum für die Schönen Künste sowie das 1899 gegründete Schlesische Museum für Handwerkskunst und Altertümer. Während des Zweiten Weltkrieges wurde ein Teil der Sammlung zu deren Sicherheit aus Breslau verbracht, ein großer Teil der Exponate wurde jedoch zerstört oder entfernt. Zahlreiche Objekte befinden sich heute in Warschauer Museen. Aufgrund der Zerstörung der Gebäude der früheren Museen im Jahre 1945 wurde als Museumssitz das Regierungsbezirksgebäude von Schlesien gewählt. Dieses wurde 1883-1886 im Stil niederländischer Neorenaissance-Gebäude nach Plänen von Karl Friedrich Endell erbaut. Das Museum wurde im Juli 1948 für das Publikum geöffnet und 1970 in den Rang eines Nationalmuseums erhoben.

Die Ausstellung im Hauptgebäude am pl. Powstańców Warszawy ist in fünf Abteilungen gegliedert. Die Schlesische Bildhauerei aus Stein 12.-16. Jahrhundert enthält u. a. Grabplatten schlesischer Herzöge, Altarfiguren, Skulpturen und Reliefs. Die Schlesische Kunst 14.-16. Jahrhundert ist die wertvollste Sammlung des Museums─ es handelt sich hierbei vor allem um Objekte der gotischen sakralen Kunst, die hierher aus schlesischen Kirchen verbracht wurden, ergänzt um Exponate der Handwerkskunst. Die Schlesische Kunst 16.-19. Jahrhundert zeigt Malerei und Bildhauerei aus der Zeit der Renaissance, des Manierismus und Barock. Hier befinden sich u. a. Werke von Michael Willmann sowie Objekte der Handwerkskunst, z. B. außergewöhnliche barocke Glasarbeiten. Der Kern der Sammlung Polnische Kunst 17.-19. Jahrhundert stammt aus Museumssammlungen in Lemberg und Kiew, die 1946 an Breslau übergeben wurden. Hierbei handelt sich vor allem um Malerei, u.a. Werke von Marcello Bacciarello, Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, Piotr Michałowski, Jan Matejko, Jacek Malczewski. Dagegen ist die Abteilung Polnische Gegenwartskunst eine Sammlung von Werken aus der Zwischenkriegszeit und von den bekanntesten Künstlern der Nachkriegszeit (wie z. B. Jan Cybis, Artur Nacht-Samborski, Jan Lebenstein, Józef Szajna, Tadeusz Kantor). Die Exposition schließt ein separater Saal ab, der den Werken von Magdalena Abakanowicz gewidmet ist.

Kontakt:

Muzeum Narodowe we Wrocławiu

Pl. Powstańców Warszawy 5, 50-153 Wrocław

Tel. 71 343-56-43

www.mnwr.art.pl

Email: sekretariat@mnwr.art.pl

Öffnungszeiten:

1.X. bis 31.III: Mi.-Fr. und letzte Di. im Monat: 10-16 Uhr, Sa.-So. 10-17 Uhr

1.IV. bis 30.IX: Mi.-Fr., So. und letzter Di. im Monat: 10-16 Uhr, Sa. 10-18 Uhr.

Eintritt: normal – 15 zł, ermäßigt – 10 zł.

Galerie