Elisabethkirche
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Elisabethkirche

 Die St. Elisabethkirche in Breslau wird auch Garnisonskirche genannt. Sie ist eine der zwei frühen Pfarrkirchen in der Stadt. Sie entstand als eine Stiftung des Stadtrates Mitte des 14. Jahrhunderts, am Ort eines romanischen Bauwerks. 1525 war die St. Elisabethkirche eines der ersten schlesischen Gotteshäuser, das von den Protestanten übernommen wurde (die Kirche war bis 1945 evangelisch).

Die dreischiffige Basilika wurde im Stil der Backsteingotik erbaut. Im Laufe des 14. Jahrhunderts wurden das westliche Joch des Kirchenschiffes, die Kapelle der Allerheiligsten Jungfrau Maria und der Chor errichtet. Die Strebebögen befinden sich in geringer Höhe, unter dem Dach des Seitenschiffes. Das Kirchenschiff ist von einem Kreuzrippengewölbe überspannt. Der Kirchenchor verfügt ausschließlich im Inneren über hervorstehende Gurtbögen, zeichnet sich durch seine Steinquader aus und ist von drei Seiten her geschlossen. Das Seitenschiff hat beinahe dieselbe Länge wie das Hauptschiff und ist bis zum Ende des Chores verlängert und schließt analog zu diesem ab, ohne einen geschlossenen Kreuzgang zu bilden. Das Gebäude hat eine Länge von 68,2 m und Breite von 29,7 m. Das Hauptschiff hat eine Höhe von 29,7 m. Der im Süden der Kirche anliegende massive Turm erreichte im 16. Jahrhundert zusammen mit dem Turmhelm eine Höhe von 130,5 m und war eines der höchsten Bauwerke jener Zeit. Heute ─ nach dem Wiederaufbau nach einem Brand ─ misst er 91,46 m. Die Kirche verfügte eine prächtige Einrichtung, die durch wohlhabende Bürger gestiftet wurde, und über ebenso zahlreiche, bis heute erhalten gebliebene Epitaphe. An der Kirchenfassade sowie in den Kirchenschiffen und Kapellen befinden sich die besten Beispiele für schlesische Gedächtnisskulpturen. Im 18. Jahrhundert erhielt die Kirche eine gewaltige Orgel, die über 91 Töne verfügt.

Um die Kirche befand sich ein Friedhof, der von kleinen Häusern der Altaristen umgeben war. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurden die meisten Altaristenhäuser abgerissen, um die Straße zu verbreitern, und es blieben nur drei von diesen stehen. Zwei von diesen sind durch das ehemalige Friedhofstor verbunden, mit der Inschrift Mors Ianua Vitae (Der Tod ist das Tor zum Leben). Diese beiden Gebäude werden Jaś (Hänsel), auch Kupferstecherhaus genannt, und Małgosia (Gretel), Sitz der Towarzystwa Miłośników Wrocławia (Verein der Freunde Breslaus). Auf dem Kirchenvorplatz steht ein Denkmal zu Ehren Dietrich Bonhoeffers, eines deutschen Pastors und Antifaschisten aus Breslau. Im gotischen Haus Jaś wohnte der Grafiker und Bildhauer Eugeniusz Get-Stankiewicz.

Den Zweiten Weltkrieg überstand die Kirche ohne größere Schäden. Seitdem steht sie der katholischen Militärgeistlichkeit als Garnisonskirche zur Verfügung. 1976 vernichtete ein Brand fast vollständig die hölzerne Inneneinrichtung, es verbrannten die Orgel, der Dachstuhl und es wurden die Gewölberippen des Kirchenschiffes zerstört, wodurch das Gewölbe Risse bekam.

Kontakt:

Kancelaria Dekanatu Śląskiego Okręgu Wojskowego i parafii kościoła św. Elżbiety

ul. Św. Elżbiety 1/4, 50-111 Wrocław

Tel. 71 343-72-04

www.elzbieta.archidiecezja.wroc.pl

Email: keine

Gottesdienste

Sonntag und Feiertage: 8.00, 10.00, 12.00 Uhr (Hauptgottesdienste), 18.00 Uhr

Werktage: 7.00, 18.00 Uhr

Bewegliche Feiertage: 8.00, 12.00, 18.00 Uhr

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