Boguszów Gorce – Marktplatz– der höchstgelegene Marktplatz in Polen
Wybierz obiekt:

Boguszów Gorce – Marktplatz– der höchstgelegene Marktplatz in Polen

Boguszów-Gorce besteht aus zwei alten Siedlungen – Gottesberg (Boguszów) und Rothenbach (Gorce). Der ältere und wichtigere Ort war über Jahrhunderte Gottesberg, das 1499 als Stadt das Bergrecht erhielt, was 1503 bestätigt wurde. Das Bergregal gehörte dem Königreich Böhmen. 1509 wurde die Stadt von Konrad von Hoberg übernommen, der mit dem Kohleabbau begann. Ab 1529 lag einer der Kohleschächte genau in der Mitte des Marktplatzes. Ebenso wurde in der Stadt Silber abgebaut. 1554 brannten die Stadt und die Bergwerksanlagen nieder. Nach einem Wiederaufbau führte der Dreißigjährige Krieg erneut zum Niedergang der Stadt und des Bergbaus. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts wurden neue Eisen- und Silbervorkommen entdeckt. Seit Ende des 18. Jahrhunderts entstanden in der Umgebung der Stadt zahlreiche Kokereien. Die Stadt entwickelte sich als ein lokales Industriezentrum, das jedoch mit der Zeit vom nahen Waldenburg (Wałbrzych) abgelöst wurde. Die Stadtplanung der mittelalterlichen Stadtgründung ist heute noch erhalten. Im Zentrum der Stadt ist ein kleiner rechteckiger Marktplatz angelegt, der sich von Osten nach Westen erstreckte. Von den Ecken des Marktplatzes gehen Straßen ab. Die Marktfronten bestehen aus drei- und vierstöckigen Häusern aus dem 18.-20. Jahrhundert. An der Ostseite befindet sich ein dreistöckiges Rathaus mit einem vor der Fassade stehenden Turm, der in den Jahren 1723-1737 an der Stelle einer Brennerei errichtet wurde. In der Nähe des Marktplatzes, im Westen befindet sich die vom Markt sichtbare Pfarrkirche. Gottesberg liegt am Südhang des Gottesberges (Boguszówka), mit dem Marktplatz auf einer Höhe von 590 m, was diesen zum höchsten mittelalterlichen Marktplatz Polens macht.  

Galerie