Żmigród – Hatzfeldschloss (Ruine), Schlosspark
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Żmigród – Hatzfeldschloss (Ruine), Schlosspark, ul. Poznańska/ul. Parkowa

Die Geschichte des Hatzfeldschlosses in Trachenberg (Żmigród) ist relativ unbekannt. Die erste Erwähnung einer Siedlung an dieser Stelle stammt aus dem 12. Jahrhundert. 1241, nach dem Mongoleneinfall bestand hier eine mit Palisaden und einem Graben befestigte Wallburg, die von Herzog Heinrich II. angelegt worden war. 1375 gehörte Trachtenberg den Herzögen von Oels. Als 1492 das Geschlecht mit seinem letzten Vertreter Konrad X. ausstarb, fiel das Lehen an den böhmischen König Vladislav II. zurück. Der König belehnte seinen Kämmerer Sigismund von Kurzbach mit dem Besitz Trachtenberg. Im Auftrag von dessen Nachkommen, Wilhelm von Kurzbach wurde 1560 ein weit über die restlichen Gebäude herausragender Turm aus Stein und Ziegel errichtet. 1592 kaufte die Residenz Ulrich Schaffgotsch von der Familie Kurzbach. In der zweiten Hälfte des wurde die Burg durch einen Brand und Angriffe der Schweden schwer beschädigt. In den Jahren 1642–1650 war die Burg Sitz der schwedischen Truppen. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert erhielt Melchior von Hatzfeld den Besitz Trachtenberg vom deutschen Kaiser und böhmischen König Ferdinand III. In den Jahren 1655 – 1660 wurde auf dessen Wunsch an Stelle der zerstörten Festung ein Schloss im Barockstil errichtet. Die Ruinen dieses Gebäudes sind uns bis heute erhalten. Am Schloss wurde eine Kapelle nach Plänen von Carl und Domenic Rossich errichtet. Von der älteren Anlage blieb nur der Turm erhalten. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage mehrfach modernisiert. In den Jahren 1706 – 1708 erhielt das Bauwerk eine zusätzliche, von Christoph Hackner geplante Etage und 1762 – 1765 wurde der Ostflügel nach Plänen von Carl Gotthard Langhans errichtet. 1813 waren der russische Zar Alexander I. und der preußische König Friedrich Wilhelm im Schloss zu Gast  – Ergebnis ihres Zusammentreffens war die Unterzeichnung des Trachtenberg-Plans gegen Napoleon.

Nachdem das Schloss im Zweiten Weltkrieg beschädigt worden war, brannte es die Rote Armee 1945 nieder und das Gebäude wurde nie wieder aufgebaut. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden Konservierungsarbeiten nur am ältesten Teil der Anlage durchgeführt – dem Wohnturm. In den Jahren 2006 – 2008 wurden dank EU-Mitteln Restaurierung arbeiten am Turm und der Schloss- und Parkanlage vorgenommen.

Das Hatzfeldschloss ist in Form einer Ruine erhalten. Die Kellergewölbe des Schlosses und das Innere des Turms wurden zu einem Restaurant und Klubräumen umgestaltet. Die Frontseite des Schlosses ist restauriert. Auf den gegenwärtigen Verstärkungen wurden kleine Spazierstege angelegt. Es ist das Barockportal am Seiteneingang des Schlosses erhalten geblieben. Auf dem Turm, in dem in Kürze die Touristeninformation Baszta eingerichtet wird, befindet sich eine Gedenktafel für den Trachtenberger-Plan. Es handelt sich um eine Rekonstruktion der Originaltafel aus dem Jahre 1913 und wurde in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts enthüllt. Die Mauern der Schlosskapelle von 1683 sowie die Mauer mit Tor von 1920 haben die Zeit überlebt. Am Schloss befindet sich ein prächtiger, aber verwilderter Park, mit unterschiedlichstem, alten Baumbestand (mit Bäumen von 80 bis 150 Jahren) Dieser war in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegt wurden. Im südlichen Teil des 15 Hektar großen Parks kann man die Überreste einer Orangerie von 1800 sehen.

 

 

Kontakt:

Pałac Hatzfeldów

ul. Poznańska/ ul. Parkowa

 

Anfahrt:

Das Schloss liegt im Nordosten von Żmigród, an dem Fluss Bartsch (Barycz), unweit der Kreuzung der Straßen Nr. 5 und 439. Anfahrt  mit der Bahn möglich (der Fuß weg über den ausgeschilderten Touristenpfad vom Bahnhof zum Schloss nimmt ca. 20 min. in Anspruch.

 

Besichtigungsmöglichkeiten:

Zur Ruine Eintritt frei, Aussichtsterrasse auf dem Turm für Touristen zugänglich.

 

Ständige und zyklische Veranstaltungen:

keine.

 

Parkmöglichkeiten:

Man kann direkt an den Ruinen parken.

 

Gastronomie:

Pałac Galeria Restaurant

ul. Poznańska 9, 55 – 140 Żmigród

Tel. 71 727-96-09, 795-570-820

 

Bar Gastronomiczny Adamczyk Zofia i Andrzej

ul. Zielona 11a, 55 – 140 Żmigród

Tel. 71 385-23-72

 

Übernachtungsmöglichkeiten:

Hotel Barycz

ul. Poznańska 8, 55 - 140 Żmigród

Tel. 71 385-34-21, 71 385-30-72

 

Kwatera Myśliwska

Niezgoda 13, 55 - 140 Żmigród

Tel. 71 385-60-22, 692-252-270

ohzzmigrod.pl

 

Touristeninformation:

Centrum Informacji Turystycznej w Żmigrodzie

ul. Parkowa 1, 55 – 140 Żmigród

Tel. 71 385-39-31

www.zpk-zmigrod.eu

Email: turystyka-zmigrod@o2.pl