Oleśnica – Piastenschloss
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Oleśnica – Piastenschloss

Im 13. Jahrhundert bestand in Oels (Oleśnica) eine Kastellanei. Das Schloss entstand an deren Stelle als Sitz der Herzöge von Oels wahrscheinlich in den 20er Jahren des 14. Jahrhunderts. Der Bau der Residenz dauerte fast ein Jahrzehnt. Der Backsteinbau hatte den Grundriss eines unregelmäßigen Rechtecks. Im zweigeschossigen Hauptwohnflügel  befanden sich 11 Zimmer. Das höchste Bauwerk der von einer Wehrmauer umgebenen Anlage war der noch von der früheren Burg stammende Turm (dieser war ca. 20 m hoch sowie 11 m breit). Die Schlossanlage von 2000 m² war von einem Graben umgeben. 1492, zusammen mit dem Tode von Konrad X., dem letzten Piasten von Oels, fiel der Besitz Oels an den böhmischen König Vladislav II. Vom König erwarb das Anwesen der aus dem Hause Podiebrad stammende Herzog von Münsterberg, Heinrich I. Als nächstes gehörte das Bauwerk für kurze Zeit dem Sohn und Bruder des Herzogs (der Sohn Georg starb bereits, nachdem er nur ein Jahr auf dem Schloss gewohnt hatte, der Bruder Karl I. zog 1522 auf seine Residenz in Frankenstein/Ząbkowice um). In den Jahren 1542 – 1662 wurde im Auftrag des Sohnes von Karl I., Johann von Podiebrad das gotische Schloss modernisiert. Dieses wurde in eine Residenz im Renaissance-Stil umgestaltet. Es wurde die Aufteilung der Wohnräume verändert. Es wurde auch ein neues viergeschossiges Schloss mit einer Barbakane errichtet, das sog. Witwenhaus, und an den Hauptturm wurde eine Aussichtsgalerie angebaut. Der nächste Umbau fand in den 1585 – 1608 unter Karl II. statt. Nach Plänen des italienischen Baumeisters Bernard Niuron wurden in jener Zeit zwei zusätzliche Gebäudeflügel errichtet. Verstärkt wurden auch die Verteidigungsanlagen, in dem Bastionen geschaffen wurden. 1616 entstand über dem Schlossgraben eine Galerie, die das Schloss mit der Schlosskirche St. Johannes der Täufer verband (in dieser wurden die Gebeine der späteren Besitzer von Oels bestattet). Es entstand auch ein Gebäude, das das erweiterte und um ein neues Treppenhaus bereicherte Witwenhaus mit dem Schlossturm verband. Die Fassaden und Arkadenbögen wurden mit Sgraffito-Dekorierungen verziert. Nach dem Tode des letzten Erben des Geschlechts der Podiebrad –  Herzog Karl Friedrich, fiel der Besitz Oels an das Haus Württemberg. 1702 wurden auf Anordnung von Christian Ulrich I. im Schloss ein Theatersaal und eine Orangerie eingerichtet. Es wurden die Fensteröffnungen vergrößert im Ostflügel vergrößert und in der Nachbarschaft des Schlosses ein park angelegt. In späterer Zeit entstanden neue Wohngemächer, die Turmspitze wurde erneuert und der Arkadenhof restauriert. Nach dem Tode des letzten Herzogs von Württemberg-Oels, Karl Christian Erdmann, wurde der Herzog von Braunschweig, Friedrich August der neue Besitzer der Anlage. Veränderungen, die unter seiner Herrschaft vorgenommen wurden, betrafen allein die Einrichtung sowie Funktion der Innenräume. In den Jahren 1891 – 1905 wurde das Gebäude nach Plänen von Joseph Maas modernisiert, um es auf die Übernahme durch Kaiser Wilhelm II. vorzubereiten. Es entstand ein neues Tor und der Hauptturm wurde mit einem neuen Helm bekrönt, die Sgraffito-Verzierungen wurden erneuert, ein Teil der Arkadenbögen entfernt und im Park neue Alleen angelegt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss kaum beschädigt. Nach dem Krieg wurden hier Kriegsgefangene interniert. Später befanden sich hier u. a. eine Baufachschule, Lagerräume und eine Nebenstelle des Archäologischen Museums in Breslau. Die letzten Restaurierungsarbeiten wurden in den Jahren 1970 – 1976 durchgeführt.

Heute gehört das Schloss dem polnischen Staat. Es befindet sich hier der Sitz einer polnischen Jugendorganisation (Ochotnicze Hufce Pracy). Erhalten sind die Verzierungen an den Mauern des Innenhofes – Balustraden, Portale, Arkadengänge sowie das vorgelagerte Haupttor, auf dem sich 1603 eingemeißelte Bibelverse befinden. Am der ehemaligen Barbakane, über dem Tor sind die Wappen der schlesischen Piasten und des Hauses Podiebrad sichtbar. Im sog. Witwenhaus befinden sich heute Hotelapartments.

 

Kontakt:

Centrum Kształcenia i Wychowania OHP

ul. Zamkowa 4, 56 – 400 Oleśnica

Tel. 71 314-20-12

www.hm.pl/zamki/zamki/olesnica.html

 

Anfahrt: Oleśnica liegt 30 km nordöstlich von Breslau. Es kann u. a. über die Nationalstraße 8 nach Piotrków Trybunalskie erreicht werden. Das Schloss liegt im Westteil der Altstadt, hinter der Kirche. Anfahrt mit der bahn oder mit Polbus möglich. Vom Bahnhof ca. 15 min. zu Fuß.

 

Besichtigungsmöglichkeiten:

Besichtigung nach Voranmeldung. Die Krypta derer von Württemberg, die sich in der Torkirche befindet, ist nach vorheriger Vereinbarung mit dem Pfarrbüro für Touristen zugänglich (Besichtigung nur in organisierten Gruppen).

 

Ständige und zyklische Veranstaltungen:

 

Parkmöglichkeiten: Parkmöglichkeiten in der Nähe des Schlosses.

 

Gastronomie:

Restaurant Pasta e basta

ul. Paderewskiego 5j, 56 – 400 Oleśnica

Tel. 502-434-526

www.pastaebasta.pl

Kontaktformular auf der Website

 

Pierogarnia Stara Chata

ul. Daszyńskiego 5E, 56 – 400 Oleśnica

Tel. 71 723-00-11

www.starachata.info

Email: biuro@starachata.info

 

Hotel i Restaurant Vis - a  -  Vis

ul. Przemysłowa 3c, 56 – 400 Oleśnica

Tel. 71 399-00-99, 602-260-590

www.visavis-hoTel.pl

Email: biuro@visavis-hoTel.pl

 

Übernachtungsmöglichkeiten:

Hotel Perła

ul. Sinapiusa 12, 56 – 400 Oleśnica

Tel. 71 314-35-19

www.hotelperla.pl

Email: hotel@hotelperla.pl

 

Hotel i Restaurant Vis - a  -  Vis

ul. Przemysłowa 3c, 56 – 400 Oleśnica

Tel. 71 399-00-99, 602-260-590

www.visavis-hoTel.pl

Email: biuro@visavis-hoTel.pl

 

Gästezimmer, Unterkünfte

ul. Różana 11, 56 – 400 Oleśnica

Tel. 605-481-425

 

Touristeninformation :

Centrum Informacji Turystycznej The Meeting Point

Rynek 14, 50 – 101 Wrocław

Tel. 71 344-31-11/ 12

www.um.wroc.pl

Email: info@itwroclaw.pl