Kłodzko – Festungsanlage
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Kłodzko – Festungsanlage

Glatz (Kłodzko), gelegen im Zentrum des Talkessels, an der Straße die Prag über Breslau mit Gnesen oder Krakau verbindet, an der Stelle, an dem die Straße durch das enge Flusstal der Glatzer Neiße (Nysa Kłodzka) verläuft, hatte seit dem 10. Jahrhundert eine große strategische Bedeutung. Deshalb bestanden hier ohne Unterbrechung Wehranlagen – zuerst eine slawische Wallburg, dann eine Burg und ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich an deren Stelle eine Festung. Heute ist diese ein Denkmal für neuzeitliche Festungstechnik und eine der wichtigsten Attraktionen der Stadt.

Auf dem Schlossberg (Góra Zamkowa) existierte seit dem 14. Jahrhundert eine Höhenburg mit gemauerten Gebäuden, zwei Höfen und einem Turm. 1557 errichtete der Baumeister des Herzogs Ernst von Bayern,  Lorenz Krischke, auf einem Felsvorsprung über der Stadt eine Burg im Stil der Renaissance.

In den Jahren 1621-22 bauten Truppen des böhmischen Grafen Bernard von Thurn eine innere Verstärkung der Burg – die Kleine Schanze und die Große Schanze mit drei Erdbastionen. Die Arbeiten wurden von einem unbekannten niederländischen Ingenieur ausgeführt und diese werden als Beginn der Festung Glatz angesehen. Kaiserliche Truppen belagerten und nahmen nach schweren Kämpfen Glatz (5. IX.-28. X. 1622) ein. Zur nächsten Zerstörung kam es 1627 im Zusammenhang mit der Explosion von 5 Tonnen Pulver, später sahen sich die Österreicher durch die Gefahr einer Belagerung durch die Schweden gezwungen, die Festung wieder aufzubauen und zu modernisieren. 1640-41 wurde die Feldbefestigung in eine dauerhafte umgebaut und ein Ravelin zwischen den Bastionen errichtet.

1742 fiel die Festung in die Hände der Preußen. Die neuen Herren nahmen sogleich Arbeiten zum Ausbau und Modernisierung auf. Diese wurden nach Plänen des Holländers  Gerard Cornelius Walrawe unter der Leitung von Wredes durchgeführt. Es wurden eine weitere äußere Befestigung gebaut, eine Kontergarde und die Redoute Żuraw, ein völlig neues Fort auf dem Schafsberg (Owcza Góra). Außerdem wurden Arbeiten zum Bau eines  komplexen Systems an Gegenminenstollen begonnen.

1760 wurde die Festung das einzige Mal im Sturmangriff durch Truppen des österreichischen Generals Gideona von Laudona eingenommen, aber nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges fiel die Festung an die Preußen zurück und ihr Ausbau wurde fortgesetzt. In den Jahren 1770-74 wurden die Reste der Burg abgerissen und an deren Stelle ein Donjon errichtet, das eine Art innere Festung bildete. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Festung zur Stationierung von Truppen verwendet und mit einem Ring von ins Gelände ragenden Redouten umgeben. Die Modernisierung dauerte bis in die 70er Jahre des 19. Jahrhunderts. Danach verlor die Festung langsam an Bedeutung, verblieb jedoch bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in den Händen der Armee (sie erfüllte hauptsächlich wirtschaftliche Aufgaben, diente als Lager und Gefängnis).

Heute wird die Festung als eine der wertvollsten neuzeitlichen Festungsanlagen in Polen betrachtet, die verschiedene Festungssysteme und Befestigungstheorien repräsentiert. Die Festung wird, nachdem verschiedene Produktionsbetriebe entfernt wurden, etappenweise restauriert und für Touristen zugänglich gemacht.

 

Kontakt:

Twierdza Kłodzka

ul. Grodzisko 1, 57 – 300 Kłodzko

Tel. 74 867-34-68

www.twierdza.klodzko.pl

Email: keine

 

 

 

Anfahrt:

Es kann die Bahn genommen werden – um näher an der Festung zu sein sollte man an der Station Kłodzko – Miasto und nicht Kłodzko Główny aussteigen. Die Festung befindet sich in der Nähe der Altstadt.

 

Besichtigungsmöglichkeiten:

Eintritt kostenpflichtig, nur Gruppenführungen.

Geöffnet: IV.-X.: 9-18 Uhr, XI.-III.: 9-15 Uhr; Einlass alle 30 min.

Eintritt: überirdischer Teil und Minengänge: Normal 16 zł, ermäßigt 12 zł, oder nur überirdischer Teil oder nur Minengänge: Normal 10 zł, ermäßigt 8 zł.

Fort auf dem Schafsberg – freier Eintritt, allerdings nicht für Besucher hergerichtet; Besichtigung ohne Führer.

 

Ständige und zyklische Veranstaltungen:

Seit 2006 finden Ende Juli auf dem Gelände der Festung die Glatzer Festungstage (Dni Twierdzy Kłodzkiej) statt, auf denen eine Schlacht aus den Napoleonischen Kriegen rekonstruiert wird, außerdem gibt es einen Festungsjahrmarkt und Rockkonzerte (Rock Bastion).

 

Parkmöglichkeiten:

Direkt an der Festung gibt es keine Parkplätze.

 

Gastronomie:

Restaurant W Ratuszu

pl. Chrobrego 3, 57 – 300 Kłodzko

www.wratuszu.pl

Email: info@wratuszu.pl

 

Restaurant Oregano

ul. Daszyńskiego 10, 57 – 300 Kłodzko

Tel. 74 865-90-99

 

Korkodyl. Restaurant – Pizzeria

ul. Rodzinna 83, 57 – 300 Kłodzko

Tel.: 74 867-11-51

www.korkodyl.com.pl

Email: biuro@korkodyl.com.pl

 

Übernachtungsmöglichkeiten:

Majowy Sen

ul. Wyspiańskiego 40, 57 – 300 Kłodzko

Tel. 74 813-67-21, 664-151-263

www.majowysen.pl

Email: biuro@majowysen.pl

 

 

 

 

Hotel Marhaba

ul. Daszyńskiego 16, 57 – 300 Kłodzko

Tel. 74 865-99-33, 74 865-99-44

www.marhaba.ng.pl

Email: marhaba@netgate.com.pl

 

Hotel Metro

Boguszyn 79 B, 57 – 300 Kłodzko

Tel. 74 811-92-00

www.hotelmetro.pl

Email: recepcja@hotelmetro.pl

           

Touristeninformation:

Regionalna Informacja Turystyczna

ul. Bolesława Chrobrego 1, 57 – 300 Kłodzko

Tel. 74 865-89-70, 74 865-89-71

www.ziemiaklodzka.it.pl

Email: rit@powiat.klodzko.pl, bcp@um.klodzko.pl