Idzików – Schloss, heute unbewohnt
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Idzików – Schloss, heute unbewohnt

Kieslingswalde (Idzików) ist eines der längsten Waldhufendörfer im Glatzer Ländchen und zieht sich ca. 5 km durch ein malerisches Tal bis an das Glatzer Schneegebirge (Masyw Śnieżnika). Es wird angenommen, dass das Dorf im der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand, obwohl die erste Erwähnung eines Kyselingeswalde erst aus dem Jahre 1340 stammt. Kieslingswalde war früher in drei Rittergüter aufgeteilt und entsprechend der Tradition müsste im höchstgelegenen von diesen (Oberhof), am Fuße der Hirtensteine (Pasterskie Skały), eine mittelalterliche Ritterburg befunden haben. Tatsächlich ist die Existenz einer solchen Burg jedoch mehr als zweifelhaft. Im 14. Jahrhundert bestand hier ein Gutshof und später ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein Herrenhaus (erbaut von Karl von Geisler), von dem allein die Giebelwände erhalten sind. 1988 wurden hier archäologische Untersuchungen mit Sonden durchgeführt, die keinen Aufschluss über eine alte Wehranlage gaben.

Die zwei weiteren Güter, Mittelhof und Niederhof gehörten im 15. Jahrhundert der Familie von Tschischwitz, die diese 1488 an Heinrich Hanczel veräußerten. 1545 gehörte Mittelhof erneut denen von Tschischwitz und Niederhof Johann Heinrich von Reichenbach. Seine Nachkommen verloren 1625 die Hälfte des Besitzes aufgrund einer Beschlagnahmung. Im 18. Jahrhundert war der wichtigste Besitzer von Kieslingswalde der Graf von Wallis (Mittelhof gehörte T. Kinsky). Ende des 18. Jahrhunderts hatte das gesamte Dorf nur noch einen Besitzer, den Graf von Mutius (1787), und im in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Grafen  von Mag­nis. Weiterhin existierten jedoch drei Rittergüter mit Gutshöfen, die von Pächtern bewohnt wurden.

Das mittlere Herrenhaus ist ein einfach gehaltenes Gebäude im Barockstil, das nach dem Zweiten Weltkrieg bedeutend verändert wurde. Von einem Vorgängerbau im Renaissance-Stil zeugt eine Platte mit dem Wappen derer von Reichenbach im Mausoleum in Eckersdorf  (Bożków).

Das prunkvollste, aber auch stark verfallene Gebäude ist der Niederhof. Es handelt sich um ein langes (12 Fensterachsen), leicht gekrümmtes, mehrgeschossiges Bauwerk mit zwei Gebäudetrakten und einem Mansardendach. Es entstand in der Mitte des 17. Jahrhunderts (an der Stelle eines älteren Gebäudes) und wurde 1804 und Anfang des 20. Jahrhunderts umgebaut. Es ist ein Beispiel für einen eher bescheidenen Barock. An den Fassaden sind spuren von Verzierungen im Putz zu erkennen (waagerechte Streifen, Pilaster, Fensterumrahmungen, Fenstergesims). Ein Andenken an das alte Rittergut ist die Jahreszahl 1569 über dem Eingang. In den Räumlichkeiten des Erdgeschosses (u. a. in der Eingangshalle, die auf der Gebäudeachse liegt) sind die Tonnengewölbe und Stuckarbeiten erhalten. Das gesamte Gebäude ist jedoch seit vielen Jahren nicht mehr Benutzung (früher befand sich hier Büroräume einer LPG) und ist in einem äußerst schlechten Zustand. Eine Sanierung ist dringend erforderlich. Neben dem Herrenhaus befinden sich die Überreste der Gutsgebäude vom Ende des 18. Jahrhunderts (ein Teil wurde 1977 abgerissen).

Das Herrenhaus ist verfallen und nicht in Gebrauch.

Kontakt:

Dwór Dolny w Idzikowie (Herrenhaus)

Idzików 66

 

Anfahrt:

An der Hauptstraße des Dorfes (Nr. 393, Bystrzyca Kłodzka – Stronie Śląskie), auf der südlichen Seite.

 

Besichtigungsmöglichkeiten:

Das Herrenhaus kann von außen besichtigt werden.

 

Ständige und zyklische Veranstaltungen:

keine.

 

Parkmöglichkeiten:

Parkmöglichkeiten an der Straße in der Nähe.

 

Gastronomie:

Restaurant EXpansja

ul. Sienkiewicza 2, 57-500 Bystrzyca Kłodzka

Tel. 74 811-13-13

www.restauracja-expansja.pl

Email: keine

 

Restaurant des Hotels Abis

ul. Strażacka 28, 57-500 Bystrzyca Kłodzka

Tel. 74 811-06-45

 

Restaurant „Helios”

pl. Wolności 13, 57-500 Bystrzyca Kłodzka

 Tel. 74 644-12-80

 

Dom Wypoczynkowy Nad Wodospadem

ul. Wojska Polskiego 12, 57-530 Międzygórze

Tel. 74 813-51-20, 74 813-51-92

 

Restaurant Złoty Róg

ul. Wojska Polskiego 3, 57-500 Międzygórze

Tel. 74 813-51-25

 

Übernachtungsmöglichkeiten:

Hotel Castle

ul. Stefana Okrzei 32, 57-500 Bystrzyca Kłodzka

Tel. 74 812-05-60

 

Hotel Abis

ul. Strażacka 28, 57-500 Bystrzyca Kłodzka

Tel. 74 811-06-45

 

Ośrodek Wypoczynkowy Pod Dębem

ul. Górna 17, 57-500 Bystrzyca Kłodzka

Tel. 74 811-03-54

 

Pensjonat Willa Róż

ul. Śnieżna, 57-514 Międzygórze

Tel. 74 813-51-43

 

Dom Wypoczynkowy Nad Wodospadem

ul. Wojska Polskiego 12, 57-530 Międzygórze

Tel. 74 813-51-20, 74 813-51-92

 

Touristeninformation:

Biuro Związku Gmin Śnieżnickich

Mały Rynek 2/1, 57-500 Bystrzyca Kłodzka

Tel. 74 811-37-31

 

Regionalna Informacja Turystyczna

pl. Bolesława Chrobrego 1, 57-300 Kłodzko

Tel. 74 865-89-70, 74 867-70-07

 

Literatur:

§  Brygier Waldemar, Dudziak Tomasz, Ziemia Kłodzka. Przewodnik dla prawdziwego turysty, Pruszków 2010, s. 333-335.

§  Pilch Józef, Leksykon zabytków architektury Dolnego Śląska, Warszawa 2005, s. 111.

§  Staffa Marek (red.), SGTS 16, Warszawa 1993.