Czocha – Burg
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Czocha – Burg

Die Burg Czocha (Tzschocha) wurde am linken Ufer des Flusses Queis (Kwisa), auf einem Granitfelsen auf Befehl des Herzogs von Schweidnitz-Jauer erbaut. Die Burganlage wurde auf einem rechteckigen Grundriss angelegt und in die Wehrmauer war an der am schwierigsten zu verteidigenden Seite ein massiver, runder Turm eingefügt. Das Burggebäude war wahrscheinlich dreigeschossig und hatte zahlreiche Wohngemächer, Wirtschaftsräume und Keller. Das Bauwerk wird erstmals 1329 erwähnt. Die Burg gehörte in jener Zeit Heinrich Herzog von Jauer, dem Besitzer der Herrschaft Görlitz. 1346 fiel die Burg als Lehen zurück an die böhmische Krone. 1389 war die Burg in Besitz des sächsischen Geschlechts Donyn. 1417 kaufte diese  vom Burggrafen Wenzel von Donyn Heinrich Renkern aus Zittau, und von diesem wiederum der kaiserliche Rat. Nach einem Jahr gelang es dem Besitzer jedoch die Burg zurückzuerobern. Nächster Besitzer von Czocha wurde 1453 Caspar von Nostitz. Im 16. Jahrhundert wurde die Festung im Auftrag von Johann von Nostitz im Renaissance-Stil umgebaut. Von der Ost- und Südseite des Palas wurden Gebäude angebaut. In jener Zeit entstand auch ein Zeughaus. 1611 wurde die Anlage erneut umgestaltet. Das Verteidigungssystem der Burg wurden 1639 verstärkt, als diese im Besitz von Christoph von Nostitz war.

Während des Dreißigjährigen Kriegs suchte die Bevölkerung der umliegenden Dörfer Schutz in der Burg. Nach dem Dreißigjährigen Krieg besaß die Burg ein Tor mit Zugbrücke, im alten Graben war ein Tiergehege eingerichtet worden und eine Arkadenbrücke gebaut. Aus jener Zeit stammen auch die Sgraffito-Verzierungen am Wirtschaftsgebäude. 1700 übernahm Johann Hartwig von Uechtritzt den Besitz von der Witwe von Nostitz. Für kurze Zeit musste dessen Familie die Burg Czocha aufgeben, als  Ferdinand Otto von Schindel diese übernahm. Die Familie von Uechtritzt erlangte die Anlage 1782 wieder zurück. Im September 1793 wurde das Gebäude wieder aufgebaut, nachdem dieses im August durch ein Feuer beschädigt worden war. An der Stelle des alten Dachstuhls entstand damals ein Walmdach, das mit Ziegeln bedeckt war (1796 wurden diese gegen Schiefer ausgetauscht). Wieder hergerichtet wurde auch das Schlossinnere und der Turm wurde erhöht.

W 1909 kaufte Ernst von Güstschow die Burg. In dessen Auftrag wurde die Wehranlage aufgrund von Illustrationen von 1703 und nach Plänen von Bodo Ebhardt rekonstruiert. Die Bauarbeiten dauerten von 1909 – 1914. Einige Säle wurden von Prof. Max Koch malerisch gestaltet, Autor der Glasfenster war Eduard Stritt. In jener Zeit entstand eine Bibliothek im Stil der Tudor-Gotik (viele der hier gesammelten Bücher gelangten in den Bestand der Breslauer Universitätsbibliothek). Den Zweiten Weltkrieg überstand die Burg unbeschädigt. Nach dem Krieg wurden die hier gesammelten Kunstwerke zum Teil geraubt. Ab 1945 gehörte das Baudenkmal dem Landkreis. 1952 übernahm die polnische Armee die Anlage und richtete hier ein Erholungsheim ein.

Heute besteht in der Burg Czocha ein Hotel und Restaurant. Hier ist auch eine Ritterbruderschaft angesiedelt, die Ritterturniere und „Vergnügungen für das gemeine Volk“ ausrichtet sowie alte Tänze und das Bogenschießen lehrt. Auf dem Gelände der Burg werden ebenfalls Konferenzen, Schulungen und Bankette organisiert. Die interessanteste Räumlichkeit ist der zweigeschossige Rittersaal. Auf der Erdgeschossebene befinden sich Renaissance-Portale. Es ist ebenfalls ein weißer Kanin im neugotischen Stil sowie ein Holzbalkon auf verzierten Kragsteinen. Der ist von einer Kassettendecke aus Eiche überspannt. Sehenswert ist auch das Mondzimmer (Komnata Księżycowa) im spätgotischen Stil. Im Hof kann man einen Renaissance-Brunnen sehen, den sog. Brunnen der treulosen Ehefrauen. An den Fassaden sind Sgraffito-Verzierungen sichtbar. Im kleinen Schlosspark steht die Skulptur eine Fechters, die von Hugo Lederer angefertigt wurde, als Replik der Figur vor dem Hauptgebäude der Breslauer Universität.

 

Kontakt:

Zamek Czocha

Stankowice – Sucha, 59 – 820 Leśna

Tel. 75 721-11-85

www.zamekczocha.pl

Email: rezerwacja@zamekczocha.pl

 

Anfahrt:

Die Burg liegt unweit der Örtchens Leśna (im Landkreis Lubań) und ist von der Straße aus sichtbar. Von Leśna Richtung Osten, an der Straße stehen Hinweisschilder. Zum Schloss kann man auch vom Busbahnhof in Leśna gelangen, der 3 km von der Burg liegt. Von Breslau gibt es eine direkte Busverbindung zur Burg. Entfernung von Breslau ca. 130 km.

 

Besichtigungsmöglichkeiten:

Besichtigungsmöglichkeiten mit Führer täglich: 10.00 – 15.30 Uhr. Nach 16 Uhr nur Zutritt auf den Außenhof. Eintritt: Normal - 13 zł., ermäßigt (bis 15 Jahre) – 7 zł., Kinder bis 3 Jahre – Eintritt frei, Erlaubnis zum Filmen – 6 zł.

 

Ständige und zyklische Veranstaltungen:

Ein Ritterturnier wird in der zweiten Augusthälfte organsiert.

 

Parkmöglichkeiten:

Parkplätze für Gäste des Hotels, kostenpflichtiger Parkplatz vor der Burg.

 

Gastronomie:

Restaurant w Zamku Czocha

Zamek Czocha, 59-820 Leśna

Tel. 75 721-11-85

www.hotelewam.pl

Email: zamekczocha@hotelewam.pl

 

Restaurant Takis

ul. Jeleniogórska 4, 59-800 Lubań

Tel. 75 721-40-55, 508-137-111

www.restauracjagreckatakis.pl

Email: takis@neostrada.pl

 

Pizzeria – Restaurant Faraon

ul. Różana 2, 59-800 Lubań

Tel. 75 646-57-00, 507-021-582

Email: phgfaraon35@tlen.pl

 

Übernachtungsmöglichkeiten:

Zamek Czocha

Sucha, 59-820 Leśna

Tel. 75 721-11-85 

www.zamekczocha.pl

Email: zamekczocha@hotelewam.pl

 

Gościniec u Buckich. Gospodarstwo Agroturystyczne

Stankowice Sucha 11, 59-820 Stankowice Sucha

Tel. 75 721-13-98

 

 

Touristeninformation:

Touristeninformation

Rynek 19, 59 – 820 Leśna

Tel.: 75 721-14-00

Email: lesna@gminy.pl, rzeczniklesna@wp.pl