Zagrodno – Zamek Grodziec (Gröditzburg)
Wybierz obiekt:

Zagrodno – Zamek Grodziec (Gröditzburg)

Die Burg Grodziec (Gröditzburg) erhebt sich auf einem Hügel von 390 m ü. M. Der erste bestätigte Bericht über die Burg findet sich in einer Bulle des Papstes Hadrian IV. von 1155. Bis ins 13. Jahrhundert befand sich die Burg unter der Herrschaft der Piasten, im 14. Jahrhundert und einem Teil des 15. Jahrhunderts gehörte sie der Familie Bożywoj.

In der Zeit der Hussitenkriege wurde die Burg erobert und geplündert. 1470 übernahm sie der Herzog von Legnitz, Friedrich I. und dieser begann einen bedeutenden Ausbau der Burg vorzunehmen, bei dem die Burg ihre letztendlichen Ausmaße erreichte. Die Arbeiten wurden auch vom Tode des Herzogs nicht unterbrochen, sie wurden von seiner Frau und seinem Sohn Friedrich II. fortgesetzt. Als Resultat entstand eine der schönsten Residenzen im Gotik-Renaissance-Stil in Schlesien.

Die nächste Umbauetappe der Burg erfolgte 1526. Auf dem Fürstentag wurde im Zusammenhang mit dem Türkeneinfall die Entscheidung getroffen, die meisten schlesischen Festungen und Stadtmauern auszubauen. In den 30er Jahren des 16. Jahrhunderts wurden zwei Basteien an die Burg angebaut.

Der nächste Besitzer – Herzog Friedrich III., bekannt für seine Leidenschaft für Turniere, Bälle und die Jagd, verlegte seinen gesamten Hof von Legnitz auf die Burg, um so seine Familie vor der in der Stadt wütenden Pest zu schützen. Der Umstand, dass die Burg auf einer Erhöhung stand, sollte die Bewohner vor der verpesteten Luft bewahren.

Im 16. Jahrhundert wurden ein Brauhaus und eine Bäckerei auf dem Geländer der Burg errichtet, es wurde auch ein Brunnen gegraben und der Burggraben vertieft. Herzog Georg Rudolf von Legnitz, der über die Burg am Anfang des 17. Jahrhunderts herrschte, nahm die Arbeiten an der Befestigung wieder auf. Nur ein Teil von dieser wurde kurz vor dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges abgeschlossen; der Rest wurde aufgegeben. Als Resultat dessen wurde die Burg 1633 angegriffen und von kaiserlichen Truppen unter der Führung von Wallenstein erobert, später von protestantischen schwedischen Truppen mit großer Unterstützung der örtlichen Bevölkerung zurückerobert. Vier Jahre später nahm Wallenstein die Burg erneut ein und verjagte die schwedische Besatzung. Auf seinen Befehl wurde die Burg geschleift. In den nächsten anderthalb Jahrhunderten verfiel die Burg unter den weiteren Besitzern zunehmend zur Ruine.

Im Jahre 1800 wurde die Burg von Hans Heinrich VI. Graf von Hochberg für eine bedeutende Summe erworben. Der Fürst interessierte sich für die Geschichte seiner Familie, und die Person, die die Burg mit dem Geschlecht der von Hochberg verband, war der Ritter Konrad, Markgraf von Grodziec am Ende des 15. Jahrhunderts und ein Vorfahre der späteren Besitzer des Schlosses Książ (Fürstenstein). Der Fürst restaurierte das Objekt und machte es wieder bewohnbar, ohne bei den Sanierungsarbeiten das historische Aussehen und die Aufteilung zu verändern. Schon im Jahre 1813 wurde die Burg jedoch durch Truppen Napoleons eingenommen. Während ihrer Stationierung auf der Burg brach ein Feuer aus, welches die restaurierten Räumlichkeiten schwer beschädigte.

Im 19. Jahrhundert wanderte die Burg durch die Hände mehrerer Privateigentümer. 1899 erwarb der deutsche Diplomat Willibald Karol von Dirksen die Anlage. Der neue Besitzer stellte Bodo Ebhardt ein, einen der bekanntesten Schlossrestauratoren jener Zeit. Unter seiner Leitung wurde die Burg restauriert, das Innere neu eingerichtet und eine wertvolle Sammlung angelegt, u. a. Rüstungen und Gemälde.

1945 wurde die Burg durch einen Brand teilweise zerstört und die Sammlung wurde von sowjetischen Soldaten und Plünderern gestohlen. Erste Arbeiten, um das Bestehende zu erhalten, wurden 1959 durchgeführt. Die Burgruine wechselte in der Volksrepublik Polen häufig die Verwalter– u. a. verwaltete die Burg 1975-1978 eine Theatergruppe unter der Regie von Jerzy Grotowski.

Das Gebäude und die Festungsanlagen werden häufig von ausländischen Fernsehproduktionen für Aufnahmen genutzt, was nur die Einzigartigkeit dieses Objektes bestätigt.  

Kontakt:

Zamek Grodziec

Grodziec 111, 59-516 Grodziec

Tel. 76 877-44-52

www.grodziec.com

Email: grodziec@grodziec.com

Anfahrt:

Der Ort liegt von Breslau ca. 107 km entfernt. Reisezeit ca. 1 Stunde 25 min. Nach dem Verlassen Breslaus auf der A4 ca. 80 km Richtung Zgorzelcec, danach auf der 328 Richtung Brochocin, dort auf die 363.

Besichtigungsmöglichkeiten:

Die Burg kann sieben Tage in der Woche besichtigt werden.

10.00-17.00 Uhr (von Februar bis März)

10.00-18.00 Uhr (von April bis Oktober)

10.00-16.00 Uhr (von November bis Januar)

Der Eintritt in die Oberburg ist kostenpflichtig: Normal – 9 zł, ermäßigt – 5 zł.

Zurzeit gibt es auf der Burg eine weitere Attraktion in Gestalt einer Ausstellung von alten Folterwerkzeugen. Hierfür muss eine gesonderte Eintrittskarte erworben werden (6 zł Normal und 4 zł ermäßigt).

Ständige und zyklische Veranstaltungen:

  • Międzynarodowe Sympozjum Rzeźbiarskie w Kamieniu (Steinmetzsymposium) – April – Mai;

  • „Tak dawniej bywało”, Historisches Theater – Juni;

  • Śląskie Święto Pieśni (Schlesisches Liederfest) – Juni;

  • Międzynarodowa Biesiada Zespołów Kresowych (Internationales Fest von Gruppen aus den poln. Ostgebieten) – August;

  • Agroturystyczne Święto Wina i Miodu Pitnego (Wein- und Honigwein-Festival – Oktober.

Parkmöglichkeiten

vorhanden

Galerie

Gastronomie:

Stary Młyn Dunino

Dunino 27, 59-223 Krotoszyce

Tel. 693-838-502

www.starymlyn.dunino.pl

Email: jolawozniak80@tlen.pl

Pizzeria „Roma”

ul. Piłsudskiego 18, 59-500 Złotoryja

Tel. 781-966-868

www.pizzeria-zlotoryja.pl

Email: Kontaktformular auf der Website

Restaurant „Wzorcowa”

ul. Basztowa 11, 59-500 Złotoryja

Tel. 76 878-34-51

www.zlotoryja.pl/wzorcowa.php

Email: helenatarka@wp.pl

Restaurant „Opałkowa Chata”

ul. Cieszkowskiego 17, 59-700 Bolesławiec

Tel. 75 644-62-62

www.opalkowachata.pl

Email: boleslawiec@opalkowachata.pl

Restaurant „Chata Myśliwska”

ul. Brzozowa 1e, 59-700 Bolesławiec

Tel. 75 732-04-76

www.chatamysliwska.pl

Email: chata@protea.com.pl

Übernachtungsmöglichkeiten:

Zamek Grodziec

Grodziec 111, 59-516 Grodziec

Tel. 76 877-44-52

www.grodziec.com

Email: grodziec@grodziec.com

Hotel „Garden”

ul. Piastów 14, 59 -700 Bolesławiec

Tel. 75 732-67-00

www.hotel-garden.pl

Email: recepcja@hotel-garden.pl

Pensjonat „U Janiny”

ul. H. Kołłątaja 20a, 59-700 Bolesławiec

Tel./fax 75 732-44-12, 509-534-770

www.ujaniny.boleslawiec.org

Email: pensjonatujaniny@wp.pl

Hotel „Protea”

ul. Brzozowa 1e, 59 -700 Bolesławiec

Tel. 75 734-65-60

www.protea.com.pl

Email: hotel@protea.com.pl (rezerwacje)

Pałac Krotoszyce

ul. Parkowa 3, 59-223 Krotoszyce

Tel. 76 876-83-00

www.palackrotoszyce.pl

Email: recepcja@palackrotoszyce.pl, kontakt@palackrotoszyce.pl

Touristeninformation:

Centrum Informacji Turystycznej

ul. Basztowa 15, 59-500 Złotoryja

Tel. 76 878-18-73

www.cit.zokir.pl

Email: cit@zlotoryja.pl