Bolków – Burg Świny
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Bolków – Burg Świny

Die Burg Świny (Schweinhausburg) liegt auf einem Hügel an der Straße zwischen Bolkenhain (Bolków) und Jauer (Jawór), im Ort des gleichen Namens. Die Geschichte ist mit einer Legende aus dem Jahre 716 verknüpft, als der böhmische Ritter Biwoy die böhmische Königin Libussa vor der Attacke eines Ebers schützte. Daran wäre nichts Außergewöhnliches zu gewesen, hätte Biwoy den Eber nicht mit seinen bloßen Händen getötet. Als Belohnung erhielt er die Hand der Schwester der Königin, Kasia, und ihm wurde ein Wappen mit einem Schweinekopf verliehen. Nach der Legende trug sich der Kampf mit dem Eber an dem Ort zu, wo heute die Burg steht.

Die erste Erwähnung findet die Burg in den Schriften des böhmischen Chronisten Kosmas von Prag im Jahre 1108. Dort wird sie als „Zvini in Polonia” bezeichnet. Die Festung war eine der Befestigungsanlagen, die die polnisch-böhmische Grenze sicherten. Ende des 13. Jahrhundert wurde die Burg dem Geschlecht der Schweinichen übergeben. Über die nächsten Jahrhunderte wurde der Bau des Schlosses und der Festungsanlagen schrittweise Änderungen unterzogen. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde ein viergeschossiger Wohnturm errichtet, da die Fürsten von Schweidnitz-Jauer den Lehnsleuten das Anlegen von Wehrmauern auf ihrem Gebiet untersagten ─ daher war es nötig Gebäude zu errichten, die ebenfalls die entsprechende Verteidigungsaufgabe erfüllten. Im Unterschied zu vielen anderen Burgen der Umgebung wurde die Burg Świny nicht in den Hussitenkriegen zerstört. Mitte des 15. Jahrhunderts ließ Gunczel Schweinichen die Wohngebäude errichten. An der Wende des 16./17. Jahrhunderts wurden weitere Ausbauten der Verteidigungsanlagen und der Burg selbst vorgenommen. Die Bauarbeiten wurden vom Dreißigjährigen Krieg unterbrochen.

Im Laufe von fast 500 Jahren herrschten zahlreiche berühmte Mitglieder des Geschlechtes der Schweinichen über die Burg. Burgman erreichte das 110. Lebensjahr und Hans, sein Sohn, ein bekannter Tagebuchschreiber und Hofmarschall am Fürstenhofe in Liegnitz, wurde 96 Jahre alt. Die Legende sagt, dass er dafür berühmt war, den Katechismus Martin Luthers und das Neue Testament auswendig zu beherrschen. Seine Ehefrau, eine strenge Protestantin, fragte ihn wohl täglich vor dem Schlafengehen ab und der Preis für die richtigen Antworten soll ein Glas Wein gewesen sein. Das wahrscheinlich vom historischen Gesichtspunkt her wichtigste Mitglied des Geschlechts der Schweinichen, dies ist jedoch nicht mit letzter Gewissheit sicher, war der Gnesener Erzbischof Jakub Świnka (die polnische Version des Namens Schweinichen), der im 14. Jahrhundert den Einfluss der Kirche in den polnischen Landen vergrößerte und zur Einigung des Königreich Polens beitrug.

Das Geschlecht Schweinichen verkaufte die Burg erst 1769 an den preußischen Minister Heinrich Graf von Churschwandt.

Das heutige Aussehen der Burg ist zum größten Teil das Ergebnis eines Brandes und Wirbelsturms, welche das Gebäude im 19. Jahrhundert heimsuchten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Burg enteignet, um dort ein Heim für die Hitlerjugend einzurichten. Es entstand dort jedoch stattdessen ein Lager für eine unterirdische Luftwaffenfabrik in Bolkenhain. Seit 1991 ist das Objekt wieder in privater Hand.

In der Burg Świny sind besonders die Ruinen des Wohnturms, die zur Burg führende Steinbrücke und die Kirche der Niederburg, deren Einrichtung auf die Wende des 16./17. Jahrhunderts datiert und zu den interessantesten in Schlesien gehört, besonders sehenswert. Eine zusätzliche Attraktion ist das hervorragend erhaltene Grabmal von Gunczel von Schweinichen, einem der Burgherren. Dies ist eines der ältesten so gut erhaltenen Rittergräber in Schlesien.

Die Ruinen können das ganze Jahr über besichtigt werden. Um das Turminnere zu besichtigen, muss man den Pförtner um den Schlüssel bitten. Dieser wohnt in Świny unter der Hausnummer 34, Tel.: 75 31 62 133.

Kontakt:

Ruine – keine Adresse.

Anfahrt:

Die Entfernung nach Breslau beträgt ca. 82 km, geschätzte Reisedauer 1 Stunde 15 min.

Nach 27 km auf der A4 Richtung Zgorzelec fahren wir auf die Landstraße 5, wir lassen Strzegom, Dobromierz sowie Bolków hinter uns und fahren auf die 3 Richtung Jawór. Die erste Ortschaft an der Straße hinter Bolków ist Świny.

Besichtigungsmöglichkeiten:

Die Burg ist von Mai bis Oktober 12.00-18.00 Uhr geöffnet.

Eintritt frei.

Ständige und zyklische Veranstaltungen:

keine.

Parkmöglichkeiten

keine

Galerie

Gastronomie:

Karczma „Podgórzanka”

ul. Kamiennogórska 3, 59-420 Kaczorów

Tel. 75 741-21 14, 608-043-638

www.podgorzanka.com.pl

Email: 608043638@eranet.pl

Restaurant „Nad Potokiem”

ul. Jeleniogórska 17. 59-420 Kaczorów

Tel. 75 741-21-78

www.nadpotokiem.com

Email: nadpotokiem@op.pl

Zajazd Przy Kominku”

Nowe Rochowice 22, 59-420 Bolków

Tel. 75 74-13-299, 604-973-622

www.przykominku.pnet.pl

Email: zajazd@przykominku.pnet.pl

Übernachtungsmöglichkeiten:

Camping Pod Lasem

Świny 17, 59-420 Bolków

Tel. 75 741-43-78, 508-677-106

www.campingpodlasem.pl

Email: info@campingpodlasem.pl

Hotel Bolków

ul. Sienkiewicza 17, 59-420 Bolków

Tel. 75 741-39-95

www.hotel-bolkow.pl

Email: Kontaktformular auf der Website

Chata Morgana Agroturystyka

Jastrowiec 15, 59-420 Bolków

Tel. 75 745-02-00, 605-339-675

www.chatamorgana.ig.pl

Email: chatamorgana@ig.pl

Hotel Panorama

ul. Adama Mickiewicza 6, 59-420 Bolków

Tel. 75 741-34-44, 606-33- 938

www.panoramashs.superturystyka.pl

Email: Kontaktformular auf der Website

Zajazd Przy Kominku”

Nowe Rochowice 22, 59-420 Bolków

Tel. 75 74-13-299, 604-973-622

www.przykominku.pnet.pl

Email: zajazd@przykominku.pnet.pl

Touristeninformation:

Gminne Centrum Informacji Turystycznej

Rynek 3, 59-400 Jawor

Tel./fax 76 870-33-71

www.gcit.jawor.pl

Email: poczta@gcit.jawor.pl